Real Men

Produktion: avanti media plus

Vertrieb: Rise And Shine Cinema
Regie: Hasko Baumann
Jahr: 2018
Dauer: 74 Minuten

„Real Men“ untersucht den Mythos des männlichen Leinwandhelden und seine Bedeutung in der westlichen Welt. Der Film beschäftigt sich mit professioneller Imagebildung in Hollywood als auch mit männlicher Identitätssuche und der reziproken Einflussname von realen Männern und filmischen Rollenmodellen.

REAL MEN ist ein Dokumentarfilm über die Herstellung von Männerbildern in Hollywood und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Hollywood ist die größte und mächtigste Geschichtenfabrik, die es gibt. Was hier an konservativen Geschlechterrollen entwickelt wird, hat Einfluss auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf der ganzen Welt.

Stärke, Durchsetzungsvermögen, Selbstsicherheit – die Attribute dessen, was unsere Gesellschaft unter einem „echten Kerl“ versteht, scheinen nicht an Gültigkeit zu verlieren. Vieles von dem, was nicht nur Männer unter Männlichkeit verstehen, geht auf die Vorbilder des Kinos zurück. Von Bogart über Bond bis zu Rocky und Rambo: Es sind künstlich hergestellte Rollenbilder, die vom Zeitgeist beeinflusst werden und ihn umgekehrt bestimmen.

REAL MEN untersucht dieses Männlichkeitsbild. Der Film zeigt, wie es sich über die Jahre entwickelt hat – und hinterfragt den Einfluss auf das Publikum sowie auf gesellschaftliche wie politische Strukturen. Ist ein Männerbild, wie es über so viele Jahrzehnte prägend war, in Zeiten von #metoo noch vertretbar? Repräsentiert der große weiße Held nicht nur einen Bruchteil des Publikums? Und wie werden diese Vorbilder konstruiert und aufgebaut?

Der Dokumentarfilm ist aber auch ein Blick hinter die Kulissen der Imagebildung in Hollywood und eine Liebeserklärung an die toughen Helden des Kinos.

Echte Vorbilder klassischer Männerikonen wie Cowboys und Polizisten kommen dabei genauso zu Wort wie Schauspieler, die einst eine Ära geprägt haben. So gibt es ein Wiedersehen mit dem einmaligen James-Bond-Darsteller George Lazenby, dem Blaxploitation-Star Fred Williamson oder dem untypischen 80er-Actionstar Michael Dudikoff. Der Film macht sich mit Augenzwinkern die Ästhetik und die überlebensgroßen Bilder des Kinos zu eigen – ein humorvoller, anderer Beitrag zur derzeit so hitzig geführten Diskussion um Männlichkeit.

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