Durch die Nacht mit …

Thurston Moore und Phil Collins

Produktion: Edda Baumann-von Broen
Regie: Hasko Baumann
Jahr: 2016
Dauer: 52 Minuten

Die Indierock-Ikone Thurston Moore (Sonic Youth) und der britische Videokünstler Phil Collins ziehen anlässlich des Pop-Kultur-Festivals durch die Berliner Nacht. Unterwegs treffen sie das frühere RAF-Mitglied Astrid Proll und den Künstler Scott King. Ein lebhafter Austausch bei Bier und Zigaretten über Kunst, Musik und die Liebe zur deutschen Hauptstadt.

Das Pop-Kultur Festival in Berlin bringt unterschiedlichste Künstler auf die Bühnen Neuköllns und regt einen interdisziplinären Austausch an. Ganz im Sinne von „Durch die Nacht mit …“, das zwei der spannendsten Gäste des Festivals vereint.

Der New Yorker Musiker Thurston Moore, der sich in den Listen der besten Gitarristen der Welt stets unter den Top 20 findet, hat mit seiner Band Sonic Youth dem Indie-Rock welcomes . Der britische Videokünstler und Fotograf Phil Collins begeistert seit Jahren mit politischer Mitmach-Kunst, die ihm bereits 2006 eine Nominierung für den Turner Prize bescherte.

Collins, der an der Kölner Kunsthochschule für Medien lehrt, lebt in Berlin und empfängt dort den frischgebackenen Wahl-Londoner Moore. Beide haben den größten Respekt vor der Arbeit des Anderen, sodass bei Bier und Zigaretten schnell ein lebhafter Austausch entsteht.

Gemeinsam besichtigen sie den Publikumserfolg „Manifesto“ im Hamburger Bahnhof, für das der Künstler Julian Rosefeldt die Schauspielerin Cate Blanchett in ein Dutzend Rollen performen ließ. Mindestens genauso beeindruckt sind die zwei von der anschließenden Begegnung mit der Fotografin und einstigen RAF-Mitstreiterin Astrid Proll. Später am Abend zeigt ihnen der Künstler Scott King seine Sammlung an Rock-Memorabilia. Aber Collins und Moore haben ihre Zweifel: Ist das wirklich Kurt Cobains Feuerzeug oder flunkert King ein bisschen?

Die letzte Station des Abends ist die Neuköllner Kneipe „Das Gift“, die Collins mit einem Mitglied der Band Mogwai betreibt. Hier gesellt sich auch Thurston Moores Lebensgefährtin, die Herausgeberin Eva Prinz, zu dem britisch-amerikanischen Duo. Bei ausgelassener Stimmung findet eine amüsante und sehr unterhaltsame interdisziplinäre Nacht ihr spätes Ende.